Leben verändern mit Fahrrädern 2021

2500 Kilometer Nonstop von Wien nach Barcelona

Worum geht es bei der Aktion?

"Leben verändern mit Fahrrädern"

 

"Die Erkenntnis, dass ein Fahrrad unglaublich viel dazu beitragen kann, wie schnell und wie weit man in relativ kurzer Zeit mit eigener Muskelkraft und ohne fremde Hilfe kommt, ist mir erst wieder bewusst geworden, seid ich die Langstrecke für mich entdeckt habe. In 24 Stunden kann man 700 oder 800 Kilometer radeln. In 40 Stunden von Flensburg nach Öberwössen, einmal komplett durch Deutschland...Wir sind es in unserer modernen Welt gewohnt große Distanzen zurückzulegen. Und wir haben auch die Verkehrsmittel dafür entwickelt. Wenn man es eilig hat nimmt man das eigene Auto, bucht schnell mal einen Flug oder setzt eine Rakete ein.

Ich kann mich noch sehr gut an mein erstes Fahrrad vor 50 Jahren erinnert. Für mich und für viele Kinder auch heute noch, ist es etwas Besonderes, das erste Fahrrad. Damit war ich schnell in der Schule und auch danach wieder zuhause. Schnell auf dem Spielplatz und bei Freunden. Der Gepäckträger war ebenfalls praktisch. Im Prinzip hat sich an dem genialen Fortbewegungs- und Transportmittel nicht viel verändert.

Aber es gibt noch immer Regionen auf der Welt, da ist man auf seine eigenen zwei Beine angewiesen. Für viele Menschen ist das Überwinden von Distanzen das größte Hindernis für Entwicklung. Für Kinder ist der Weg zur Schule eine große Herausforderung. Allein der zeitliche Aufwand ist enorm. Wichtige alltägliche Dinge zu besorgen ist oft nicht einfach. Ein simples Fahrrad kann hier zum Motor für Entwicklung einer einzelner Person, einer Familie oder sogar eines ganzen Dorfes werden.

Und weil mich die Erkenntnis so fasziniert hat, ist diese Thema zu meinem Herzensprojekt geworden. Und is wirklich kein leerer Spruch - Leben verändern durch Fahrräder ist mehr. Für mich persönlich und für die meisten Menschen."

 

Gerhard Dashuber nimmt wieder beim Three Peaks Bike Race teil und sammelt "Kilometergeld" für Kinder

 

Gerhard Dashuber zu seiner Aktion 2021:

 

"Ich möchte die gesamte Strecke innerhalb von 7 Tagen und Nächten schaffen und damit 25000 EURO für Kinder in Not sammeln.

Bitte unterstütze mich dabei mit 10 EURO für jeden Kilometer".

 

Das Selbstversorger-Rennen ThreePeaksBikeRace 2021 startet wieder in Wien. Der Startschuss für die 130 Einzelfahrer und Fahrerinnen sowie einigen Zweierteams wird am 10.Juli um 16:00 vor dem Schloss Schönbrunn fallen.

Das Ziel ist dieses Mal Barcelona und es müssen wieder drei bestimmte Pässe auf der selbstgeplanten Strecke überfahren werden.

Start in Wien am 10.07.

Peak 1 – Mangart Sattel in Slowenien

Peak 2 – Grosse Scheidegg – Männlichen

Peak 3 – Col du Tourmalet

Ziel Barcelona bis 21.07.

Mein persönliches Ziel:

Ich möchte gesame Strecke innerhalb von 7 Tagen und Nächten schaffen  und 25000 EURO für Kinder in Not sammeln.

Die kürzeste Strecke, die möglich ist beträgt ca. 2450 Kilometer und dabei müssen mehr als 36000 Höhenmeter zuerst in den Alpen und auf den letzten 500 Kilometern in den Pyrenäen überwunden werden. Wählt man einen etwas leichteren Kurs mit weniger Anstiegen, dann wird die Strecke dafür umso länger. Es war interessant, wie viele unterschiedliche Kurse bei der letzten Auflage im Juli 2020 von Wien nach Nizza von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern gewählt wurden. Alle Radlerinnen und Radler haben jeweils einen GPS-Tracker dabei und so können interessierte Beobachter jeden der Teilnehmer*innen ständig auf der Landkarte im Internet beobachten. Die Regeln sind recht einfach. Die Stoppuhr läuft vom Start bis zum Ziel durch. Wer als erstes im Ziel in Barcelona  hat gewonnen. Es darf keine fremde Hilfe organisiert werden. Essen und Schlafplätze muss man sich selbst auf der Strecke besorgen. Und so fahren viele der Teilnehmer*innen natürlich auch bei Dunkelheit. Manche schlafen ein paar Stunden und einige versuchen sogar immer wieder die ganze Nacht auf dem Rad zu bleiben. 

Beim letzten Rennen 2020 benötigte ich von Wien nach Nizza, für die 2000km 6 Tage und sieben Stunden. Zweimal verbrachte ich ein paar Stunden in einem Bett in einer Unterkunft. Die restlichen Nächte waren die Plätze für kurze Schlafpausen entweder eine Parkbank, ein Bushäuschen oder einfach nur ein Platz unter freiem Himmel. In den sechs Nächten kamen so insgesamt etwa 12 Stunden Schlaf zusammen. Trotzdem gab es auf der Tour nicht eine Sekunde der Unachtsamkeit. ICh war immer konzentriert und hellwach im Straßenverkehr unterwegs.Wenn es nicht mehr geht, reicht meist ein kurzer Powernap von 10-15 Minuten und der Körper ist wieder bereit für die nächsten 100 Kilometer oder den nächsten langen Anstieg. Und so fand ich immer mehr einen optimalen Rythmus zwischen Anstrengung und Erholung.

Immer wieder stellen mir Menschen die Frage was mich oder auch andere Personen antreibt,an um sich solchen Strapazen zu stellen? Ich habe für mich die Antworten gefunden. Zum einen hat es mich schon immer gereizt, an Grenzen zu kommen und versuchen, diese zu überwinden. Erfahrungen zu machen, aus Fehlern lernen und es beim nächsten Anlauf besser zu machen. Der zweite und noch bedeutendere Grund für mich: Ich radle für Kinder in Not, das gibt mir eine zusätzlich unglaubliche Motivation, Kraft und Ausdauer. Für jeden Kilometer suche ich wieder Paten, die für jeden Kilometer meiner Strecke 10 EURO spenden. Das gesammelte Geld soll wieder meinem Projekt „Leben verändern mit Fahrräder“  zugute kommen. Damit sollen wieder Fahrräder für Bildung zusammen mit der Organisation "World BIcycle Relief" finanziert werden.

 

Es hilft mir ungemein, bei der Vorbereitung auf das Rennen. Den vielen Trainingskilometern, die nötig sind um den Körper überhaupt in die Lage zu bringen, die Stecke mit den vielen Höhenmetern bewältigen zu können. Es hilft auch während der Fahrt in der Nacht um wach zu bleiben, bei der Kälte auf den Pässen und der extremen Hitze in Südfrankreich und Spanien.

Ich möchte zum einen zeigen, zu was unser Körper und unser Geist in der Lage ist, wenn wir unsere Komfortzone verlassen. Wie schier unglaublich groß unser Potential ist. Wie schnell sich unser Körper erholen kann. Und wie bereichernd es ist, wenn man etwas ohne Gegenleistung zu erwarten, für andere Menschen, die aus welchen Gründen auch immer, nicht in der Lage sind sich aus eigener Kraft weiter zu entwickeln.

 

Der Verein Radeln und Helfen und alle seine Mitglieder haben es sich zur Aufgabe gemacht immer und immer wieder Grenzen zu überwinden, sich aus der Komfortzone zu wagen um dabei Kindern zu helfen.

2020 war trotz der Pandemie das erfolgreichste Vereinsjahr seid der Gründung vor über 9 Jahren. Die geplanten Radsport-Veranstaltung mussten abgesagt werden. Trotzdem radelten viel mehr Radlerinnen und Radler für den guten Zweck und sammelten fleißig „Kilometergeld“.  Der Mensch ist ein soziales Wesen. Und bestimmte gewohnte Dinge nicht mehr möglich sind, dann erfinden wir etwas Neues. Auch für 2021 sind bereits viele virtuelle Radfahrten geplant. Allein, in kleinen oder größeren Gruppen, je nachdem was möglich und erlaubt ist. Alle Infos zu den vielen Aktionen von RUH sind immer aktuell auf der Homepage oder in der APP zu finden. …

 

Die Regeln

1. Die Fahrerinnen und Fahrer müssen den gesamten Kurs von Anfang bis Ende auf einer selbst geplanten Route mit 3 Berggipfeln absolvieren.

2. Die Fahrerinnen und Fahrer müssen vollständig selbstständig sein.

3. Kein Entwurf zu irgendeinem Zeitpunkt.

4. Die  Fahrerinnen und Fahrer müssen sich jederzeit an die örtlichen Gesetze halten.

5. Alle Fahrräder müssen vor dem Start einer Kontrolle unterzogen werden.

6. Die Fahrerinnen und Fahrer müssen einen bereitgestellten GPS-Tracker verwenden, wenn sie in der allgemeinen Klassifizierung eingestuft werden möchten.

7. Es gibt kein Preisgeld.

Bericht über die Fahrradübergabe an die Naluja Grundschule

Bericht über die Fahrradübergabe an die Mulwazi Grundschule

Fahrräder für Bildung

Indem wir Kindern, insbesondere Mädchen, Fahrräder zur Verfügung stellen, stärken wir sie auf ihrem Weg zu einem Schulabschluss, der letztlich ihr ganzes Leben beeinflusst. In die Schulbildung von Mädchen zu investieren, bedeutet den Kreislauf der Armut zu durchbrechen.

Die Organisation World Bicycle Relief macht junge Menschen in Sambia mit Fahrrädern mobil. Ein Rad kostet 134 EURO und hilft ganz einfach Menschen, Entfernungen zu überwinden, um unabhängig zu werden und ihr Leben aus eigener Kraft nach vorne zu bringen.

Wie können Fahrräder helfen?

  • Sie sparen Zeit, die dem Lernen zugute kommt
  • Sie verbessern die Lernerfolge durch höhere Anwesenheitsraten
  • Sie führen dazu, dass mehr Mädchen die Schule abschließen
  • Sie erhöhen die Sicherheit auf den Schulwegen
  • Sie tragen zum Lebensunterhalt der ganzen Familie bei